„Zukunftsatelier“ – Neue Lernkultur an der Albrecht-Dürer-Schule
Die Arbeitsgemeinschaft „Zukunftsatelier“ der Albrecht-Dürer-Schule hat im Februar 2025 einen Modellversuch gestartet, der die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler beim Lernen fördern und mehr Lernen im eigenen Tempo ermöglichen soll.
Zurzeit wird das Modell in je zwei Klassen der Jahrgangsstufen 7 und 8, den sogenannten „Sternchen-Klassen“, durchgeführt und weiterentwickelt, es wird im kommenden Schuljahr fortgesetzt und um zusätzliche Klassen erweitert.
Die Details
- Im Laufe der Jahrgangsstufe 7 werden die Lernenden der „Sternchen-Klassen“ in den Umgang mit den Tablets und in das selbstständige Lernen eingeführt, Phasen des selbstständigen Arbeitens werden nach und nach ausgeweitet.
- Prinzipiell wechseln sich Phasen des gemeinsamen Lernens im Klassenverband mit Phasen des offeneren, selbstorganisierten Lernens im eigenen Tempo und mit mehr Wahlmöglichkeiten ab.
- Lernende, die das selbstständige Arbeiten zuverlässig beherrschen, erhalten ein „Grünes Bändchen“, das das freie Arbeiten auf dem Schulgelände ermöglicht.
- Alle „Sternchen-Klassen“ eines Jahrgangs haben am gleichen Wochentag einen Hauptfachtag, an dem die Zuordnung der Stunden zu bestimmen Fächern aufgehoben ist und die Lernenden frei wählen, an welchen Aufgaben sie wann arbeiten. Sie können hierbei auch den Raum wechseln, um im Nachbarraum eine andere Fachlehrkraft aufzusuchen oder im „Lernatelier“ (mit „Grünem Bändchen“) still zu arbeiten.
Hierbei erweitern sich die Anzahl der Stunden am Block am Hauptfachtag und die Fächer mit zunehmender Jahrgangsstufe gestaffelt.
- Alternative Prüfungsformate ersetzen nicht ganz, aber zunehmend die herkömmlichen Klassenarbeiten, beispielsweise Tests zu frei wählbaren Terminen in Mathematik, Lernjournale,
Podcasts, Erklärvideos.
(Hinweis: Auch in den „Nicht-Sternchen-Klasen“ findet Unterricht zum Teil in der beschriebenen Weise statt, in den „Sternchen-Klassen“ jedoch gezielter, umfassender und verbindlicher.)
So fing es an…
Die Vorteile der Digitalität für Lernprozesse nutzen, das war der Ausgangspunkt der Überlegungen der AG „Zukunftsatelier“.
Das Vorhandensein eines eigenen Tablets für jedes Kind erleichtert es, das Lehren so zu gestalten, dass individuelleres und selbstständigeres Lernen ermöglicht wird.
Die Lehrkräfte der AG „Zukunftsatelier“ hospitierten zu Beginn an verschiedenen Schulen, die Konzepte selbstorganisierten Lernens und des Lernens mit Lernateliers bereits umsetzen, um im Anschluss ein für die Albrecht-Dürer-Schule passendes eigenes Konzept zu entwickeln.
Begleitet wird der Modellversuch von Prozessberatern der Lehrkräfteakademie, die einen Blick von außen auf das Vorhaben werfen und beratend zur Seite stehen.
Dom, 6/2026